Glossar A–Z
Nachhaltigkeit einfach erklärt – für Unternehmen, die Verantwortung übernehmen.
Nachhaltigkeit ist vielseitig und manchmal komplex.
Mit diesem Glossar möchten wir Ihnen helfen, die wichtigsten Begriffe schnell und verständlich zu
erfassen — speziell für kleine und mittelständische Unternehmen.
A
Abfallmanagement
Strukturierte Maßnahmen zur Vermeidung, Trennung und Wiederverwertung von Abfällen.
Arbeitgeberattraktivität
Wie attraktiv ein Unternehmen für Mitarbeitende wirkt — stark beeinflusst durch verantwortungsvolle Unternehmensführung.
Arbeitssicherheit
Schutz und Sicherheit der Mitarbeitenden durch klare Regeln, Ausrüstung und Prävention.
Audit
Geordnete Überprüfung von Maßnahmen, Prozessen oder Daten, z. B. für Zertifizierungen.
B
Biodiversität
Erhalt und Schutz der biologischen Vielfalt — wichtig bei Beschaffung, Flächennutzung und Lieferketten.
Betrieblicher Umweltschutz
Alle Unternehmensaktivitäten, die Umweltbelastungen betrachten und reduzieren.
Bilanzierung (CO₂)
Erfassung aller klimarelevanten Emissionen eines Unternehmens.
Büro-Ökologie
Ressourceneffizientes Arbeiten im Büro: Energie, Papier, Geräte, Mobilität.
C
Carbon Footprint (CO₂-Fußabdruck)
Gesamte Treibhausgasemissionen eines Unternehmens, Produkts oder Prozesses.
CCF – Corporate Carbon Footprint
System zur Ermittlung der gesamten Emissionslast eines Unternehmens.
CSR – Corporate Social Responsibility
Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen in sozialer, ökologischer und ökonomischer Hinsicht.
D
Dekarbonisierung
Reduktion von CO₂-Emissionen durch alternative Energien, Effizienz oder veränderte Prozesse.
DINUK e.V.
Gemeinnütziger, unabhängiger Verein, der Standards zur objektiven Bewertung von Nachhaltigkeit in Klein- und Mittelstandsunternehmen entwickelt.
Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit
Soziales, Ökologie und Ökonomie — gleichwertige Bausteine nachhaltiger Unternehmensführung.
E
Energieeffizienz
Verbrauch reduzieren, Leistung erhalten — eine der wichtigsten Stellschrauben für KMUs.
Emissionen
Gase, die Klima oder Umwelt beeinflussen — z. B. CO₂, Methan oder Stickoxide.
ESG
Environmental, Social, Governance — zunehmend relevant für Banken, Investoren und Ausschreibungen.
F
Fairness
Gerechte, wertschätzende Arbeitsbedingungen und ein respektvoller Umgang.
Fuhrparkmanagement
Gezielte Steuerung von Fahrzeugen und Maschinen zur Emissions- und Kostenreduktion.
G
Gemeinnützigkeit
Anerkannter Status von Organisationen ohne Gewinnerzielungsabsicht, wie bei DINUK e.V.
Governance
Verantwortungsvolle Unternehmensführung durch klare Regeln, Prozesse und Transparenz.
Greenwashing
Täuschende Nachhaltigkeitsdarstellung ohne echte Substanz — durch klare Standards vermeidbar.
H
Handlungsfelder
Thematische Bereiche, in denen ein Unternehmen aktiv nachhaltig werden kann — z. B. Energie, Soziales, Prozesse.
Homeoffice-Regelungen
Wichtiger Bestandteil moderner, sozial nachhaltiger Arbeitskultur.
I
Innovation
Neue oder optimierte Lösungen, die Nachhaltigkeit fördern — digital, organisatorisch oder technisch.
ISO 14001
Internationaler Standard für Umweltmanagementsysteme.
ISO 26000
Leitfaden für gesellschaftliche Verantwortung.
K
Klimabewusstes Unternehmen
Unternehmen, das Emissionen ermittelt, reduziert, ausgleicht und transparent kommuniziert.
Kompensation
Ausgleich unvermeidbarer Emissionen durch zertifizierte Klimaschutzprojekte.
Kreislaufwirtschaft
Materialien im Kreislauf halten, statt sie zu verbrauchen — reparieren, recyceln, wiederverwenden.
L
Lieferkette
Nachhaltigkeit im Einkauf, bei Transporten und bei Zulieferern.
Lebenszyklus
Betrachtung eines Produkts von Herstellung bis Entsorgung.
M
Materialeffizienz
Ressourcenschonender Einsatz von Materialien zur Senkung von Kosten und Umweltbelastung.
Mitarbeiterbindung
Steigt durch sinnstiftende Arbeit, klare Werte und soziale Nachhaltigkeit.
Mobilität
Einfluss von Transport, Dienstwagen, Arbeitswegen auf Emissionen und Ressourcen.
N
Nachhaltigkeitsanalyse
Ganzheitliche Bewertung im sozialen, ökologischen und ökonomischen Bereich.
Nachhaltigkeits-Standards
Verbindliche Kriterien zur objektiven Bewertung, etwa DINUK-Standards oder ISO-Normen.
Nachhaltigkeitsstrategie
Plan zur langfristigen Weiterentwicklung nachhaltiger Unternehmensführung.
O
Ökologische Nachhaltigkeit
Schonung natürlicher Ressourcen, Reduktion von Emissionen und Schutz der Umwelt.
Ökobilanz
Datengestützte Analyse ökologischer Auswirkungen eines Produkts oder Prozesses.
Ökonomische Nachhaltigkeit
Stabile, verantwortungsvolle wirtschaftliche Entwicklung mit Zukunftsorientierung.
P
Prozessoptimierung
Strukturen verbessern, Abläufe effizienter gestalten — wichtig für Ökologie und Wirtschaftlichkeit.
Personalentwicklung
Qualifikation, Weiterbildung, Führung und Förderung der Mitarbeitenden.
Q
Qualitätsmanagement
Grundlage für verlässliche und wiederholbare Prozesse.
R
Ressourceneffizienz
Sparsamer Umgang mit Energie, Wasser, Materialien und Zeit.
Re-Zertifizierung
Erneute Prüfung zur Verlängerung eines Zertifikats nach Ablauf der Gültigkeit.
S
Scope 1–3
Kategorien zur Einordnung von Emissionen eines Unternehmens: direkte, indirekte Energie, Lieferkette.
Soziale Nachhaltigkeit
Menschenorientierte Verantwortung: Sicherheit, Gesundheit, Kultur, Fairness.
Sustainable Development Goals (SDGs)
Globale Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen.
T
Transparenz
Offene Darstellung von Maßnahmen, Daten und Ergebnissen – Grundlage echter Glaubwürdigkeit.
Treibhausgase
Klimarelevante Gase wie CO₂, Methan, Lachgas.
U
Umweltmanagement
Organisierte Planung und Umsetzung zum Schutz von Umwelt und Ressourcen.
Unternehmenswerte
Haltung und Kultur, die nachhaltiges Handeln im Alltag verankern.
V
Verantwortung
Die Bereitschaft, Entscheidungen im Sinne von Mensch, Umwelt und Zukunft zu treffen.
Verbesserungsprozess
Nachhaltigkeit ist nie abgeschlossen – sie entwickelt sich stetig weiter.
W
Wettbewerbsvorteil
Nachhaltig handelnde Unternehmen wirken glaubwürdiger, attraktiver und zukunftssicherer.
Wohlbefinden
Wichtiger Faktor der sozialen Nachhaltigkeit: Gesundheit, Stimmung, Arbeitsklima.
Z
Zertifizierung (DINUK e.V.)
Unabhängige Bestätigung nachhaltiger Unternehmensleistung – transparent, nachvollziehbar, anerkannt.
Zieldefinition
Klare, messbare Nachhaltigkeitsziele unterstützen die Weiterentwicklung Ihres Unternehmens
